Die goldene Stadt
die Stadt aus dem Gold des Glaubens an die Liebe Jahwes zu seinen Geschöpfen
im weissen Gewand des ewigen Lebens aus der Liebe Jesu zu seiner Braut der Gemeinde
durch die Augensalbe der lebendigen Wahrheit Jesus
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1 Der Garten
1.1 Im Anfang
1.1.1 Adam
1.1.1.1 Der erste Sabbat
1.1.1.2 Eine Aufgabe
1.1.2 Tage der Erkenntnis
1.1.2.1 Ein Versprechen
1.1.2.2 Teil eines Ganzen
1.1.3 Die GefÀhrtin
1.1.3.1 ZusammengefĂŒhrt
1.1.3.2 Gemeinsame Freude
1.2 Disharmonie
1.2.1 Der Neider
1.2.1.1 Unverstanden
1.2.1.2 Spaltung
1.2.1.3 Rebellion
1.2.2 Zweifel
1.2.2.1 Schlechter Umgang
1.2.2.2 Die Wahrheit
1.2.2.3 Versuchung
1.2.3 Abfall
1.2.3.1 Erkenntnis
1.2.3.2 Schuld
1.2.3.3 Urteil
2 Ausgeschlossen
2.1 Änderungen
2.1.1 Allein
2.1.1.1 Verraten
2.1.1.2 In der Pflicht
2.1.1.3 Die Tierwelt
2.1.1.4 Der Sabbat
3 Die Nachkommen
3.1 Erfahrungen
4 Ein langes Leben
1 Der Garten

Alles um ihn her war. So wie er selbst. Der ewige Schöpfer, Jahwe, war in allem was ihn umgab. Nichts war ohne den Schöpfer. Jahwe nannte ihn Adam.

1.1 Im Anfang

LandschaftAlles war Adam vertraut weil er in allem den Geist Jahwes erfuhr dem sein eigenes Wesen glich. Die Schöpfung mit allen Geschöpfen schien wie ein großes Bild das den Geist Jahwes darstellte. Wenn man auch nur einen mikroskopischen Teil des Bildes betrachtete sah man doch alles. Und wenn man in den Kosmos hinaussah sah man wieder den vollkommenen Geist und die Liebe Jahwes.

1.1.1 Adam

Wenn Adam seinen eigenen Körper betrachtete, fand er wohl geformte Glieder und perfekt funktionierende Organe. Alles was er wĂŒnschte konnte Adam damit erreichen. Er konnte jeden Ort auf seinem Heimatplaneten besuchen; jedes Geschöpf verstehen und mit ihm Gemeinschaft pflegen. Er konnte alles wahrnehmbare erkennen. UnabhĂ€ngig von GrĂ¶ĂŸe, Art oder Entfernung.

1.1.1.1 Der erste Sabbat

Am Abend des ersten Tages den Adam erlebte begann der Sabbat. Das war der Tag der sieben Wochentage den Jahwe besonders stellte weil er an diesem Tag das erstemal mit seiner vollkommenen Schöpfung Gemeinschaft hatte. Dieser siebte Tag und alle darauf folgenden siebten Tage trugen den herausgestellten Segen und die Heiligung des Schöpfers. Adam erlebte an seinem ersten Sabbat den Segen der tiefen Liebe des Schöpfers zu seinen Geschöpfen. Die Schöpfung heiligt den Schöpfer an diesem Tag indem sie allein auf seine Gaben und sein Werk sieht.

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1.1.1.2 Eine Aufgabe

Adam hatte schon gleich nach dem ersten Sabbat damit begonnen den Garten, den Jahwe ihm als gemeinsamen Aufenthaltsort gegeben hatte, zu bebauen. Er schuf besondere Gruppierungen von Pflanzen, BÀumen und WasserlÀufen um sich an der neuen Schönheit zu erfreuen. Damit erreichte er auch den Aufenthalt besonderer Tiere im Garten die er gerade gerne beobachtete und mit ihnen Gemeinschaft pflegte.

Jeden Abend sprach er mit Jahwe im Garten ĂŒber seine EindrĂŒcke und Erfahrungen die er an diesem Tag gesammelt hatte. Jahwe hatte Freude daran zu sehen wie Adam seine Schöpfung verstand. Heute erzĂ€hlte Adam: "Den ganzen Tag habe ich im großen Wasser verbracht. Ich bin mit den Geschöpfen meiner GrĂ¶ĂŸe geschwommen, die es lieben im Wasser zu spielen und gemeinsam durch das Wasser zu pflĂŒgen um dann voll Freude heraus und durch die Luft zu springen. In ihnen fand ich deine Freude an der Gemeinschaft. Wir begegneten dann ihren BrĂŒdern die viel grĂ¶ĂŸer sind als diese. Mit Ihnen bin ich eine lĂ€ngere Strecke unter Wasser gewesen bis nur noch wenig vom Licht der großen Leuchte spĂŒrbar war und ich alles nur noch nach der WĂ€rme und den singenden Tönen aufnehmen konnte. Dort teilte ich mit ihnen die unerschĂŒtterliche Ruhe deiner ewigen Schöpfung. Auf dem RĂŒckweg in den Garten freute ich mich der lebensspendenden Strahlen der großen Leuchte die du geschaffen hast und lag eine Zeit mit dem krĂ€ftigen gemĂŒtlichen Geschöpf mit der weiten, flauschigen MĂ€hne zusammen. Wir beobachteten das Spiel einiger fliegender Geschöpfe im Wind. Ich empfand deine MajestĂ€t aufgrund deiner Kraft und deinen Willen zur Freiheit deiner Geschöpfe. Hierhin begleitet hat mich eine Herde deiner Geschöpfe, die es lieben mit ihren festen Hufen schnell und lange gemeinsam zu laufen. Ich empfand die vielfache Schönheit der Bewegung in deinem Schöpfungswerk."

An diesem Abend fragte Jahwe: "Wie ist dein Name?" "Du hast mich Adam genannt." Antwortete er mit dem Wissen das sein Schöpfer keine Frage ohne Sinn stellt. "Ich habe dich Adam genannt weil ich dich nach meinem Vorbild geschaffen habe. Deshalb sollst du Teil an meiner Schöpfung haben indem du allen Geschöpfen des Himmels, der Erde und des Wassers Namen gibst." Bestimmte Jahwe Adam, den dies mit großer Zufriedenheit erfĂŒllte. Das war eine Aufgabe die genau seinen WĂŒnschen und Vorlieben entsprach. Er wĂŒrde sie mit all seinem Geschick und Eifer zu erfĂŒllen suchen.

Adam wollte gleich mit den Geschöpfen des heutigen Tages beginnen: Die lustigen Schwimmer vom Morgen sollten Delphine heißen. Die mĂ€chtigen Taucher in der Ruhe der Tiefe sollten Wale genannt werden. Löwe war der Name fĂŒr das majestĂ€tische und Pferde der Name fĂŒr die ausdauernden LĂ€ufer. Die Tiere die es perfekt verstanden die Winde fĂŒr ihren Gleitflug zu nutzen hießen seit diesem Tage Adler.

Von nun an war es fĂŒr Adam eine weitere Freude tĂ€glich neue Geschöpfe kennen zu lernen, ihr Verhalten in ihrem Umfeld zu beobachten und fĂŒr diese Namen festzulegen. Damit erfĂŒllte er, das Geschöpf, seinen Anteil an der Schöpfung, den Jahwe ihm zugewiesen hat. Jahwe hatte seine Freude daran wie Adam sein Schöpfungswerk auf seine eigene Weise erschloss und diese Freude teilten Schöpfer und Geschöpf bei ihren Zusammentreffen im Garten. So wie Eltern und Kinder in Vertrauen und Liebe.

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1.1.2 Tage der Erkenntnis

ElefantenFĂŒr Adam war auch die Beobachtung des Verhaltens der Tiere eine Offenbarung des Geistes Jahwes. Da waren die krĂ€ftigen, behĂ€bigen Tiere mit der zĂ€hen grauen Haut, dem praktischen und zugleich lustigen RĂŒssel und den mĂ€chtigen StoßzĂ€hnen. Diese lebten immer in Herden miteinander. Adam hatte sie Elefanten genannt. Eine besonders große Art die behaart war nannte er Mamuts.

1.1.2.1 Ein Versprechen

Die Elefanten teilten alles miteinander und halfen einer dem anderen wenn das nötig war. Adam brauchte nie die Hilfe eines anderen Geschöpfes weil seinen körperlichen und geistigen FĂ€higkeiten keine Grenzen gesetzt waren. Was er erreichen wollte, konnte er auch erreichen indem er die dazu notwendigen Mittel und Methoden herausfand. Das war bei den Tieren anders. Über die von ihrem Schöpfer gesetzten Möglichkeiten konnten sie nicht hinauskommen. Das wollten sie auch nicht. Dennoch war es auch fĂŒr Adam natĂŒrlich, manchmal Tieren zu helfen Schwierigkeiten leichter zu ĂŒberwinden oder ihnen neue Wege zu zeigen.

Die Elefanten hatten in ihren Herden immer eine Rangordnung. Das fĂ€higste Tier leitete die Herde zu den angenehmsten Gegenden des Planeten. Andere sorgten dafĂŒr das alle die Vorgaben des Leittieres richtig verstanden und ausfĂŒhrten. Jedes Tier fĂŒllte den Platz aus, der seinen FĂ€higkeiten und Neigungen entsprach. Die Herde bildete eine vollkommene Harmonie die sich wiederum in die Harmonie der gesamten Schöpfung ein passte.

Wie alle Lebewesen, starben auch die Elefanten. Jedes Tier war bis zum Ende seiner Lebenszeit imstande alle Dinge zu tun die fĂŒr den Tagesablauf und seine Aufgaben in der Herde notwendig waren. Alte Tiere waren nicht mehr so beweglich wie die jĂŒngeren, dafĂŒr hatten Sie viel mehr Ortskenntnis und Erfahrung in der Futtersuche. Ihre Aufgaben verĂ€nderten sich so zu Ausbildung und in den sozialen Bereich. Wenn die Zeit gekommen war zu sterben, kĂŒmmerte sich die Herde besonders um das sterbende Tier und es tat seinen letzten Atemzug friedvoll in der Harmonie der Gemeinschaft.

Adam hatte das des öfteren schon beobachtet und fragte Jahwe eines Abends: "Ich habe die VerĂ€nderungen in der Lebensspanne der Tiere beobachtet bis dein Lebensodem sie eines Tages verlĂ€sst und ihr Körper in den großen Lebenskreislauf zurĂŒckgefĂŒhrt wird. Wird das eines Tages auch bei mir so sein?" Jahwe fragte Adam: "Was geschieht mit dem gestorbenen Tierkörper?" Adam hatte das genau beobachtet und antwortete: "Der Körper trennt sich in verschiedene Bestandteile die dann verschiedenen anderen Lebewesen als Nahrung dienen. Sterben diese Lebewesen, wiederholt sich das ganze. Bei der Zeugung neuer Lebewesen spendest du deinen Lebensodem. So ergibt sich ein großer Kreislauf an dem auch die Pflanzen und alle anderen Lebewesen beteiligt sind. Deine Schöpfung gestaltet sich so immer neu und bleibt doch so wie du diese eingerichtet hast." Jahwe erklĂ€rte Adam: "Die Schöpfung dient dazu meine Liebe meinen Kindern darzustellen. Du und alle himmlischen Lebewesen sind nach meinem Bilde geschaffen. Ihr werdet meine Kinder genannt. Deshalb habt ihr Teil an mir und sollt bleiben."

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1.1.2.2 Teil eines Ganzen

Diese perfekte Organisation und vollstĂ€ndige AufgabenerfĂŒllung in Harmonie, konnte Adam besonders eindrucksvoll bei sehr kleinen Tieren mit sechs Beinen und einem wirklich sehr ungewöhnlichen Körperbau beobachten. Er nannte sie Ameisen. Sie lebten in Gemeinschaften von einigen zehntausend bis Millionen Mitgliedern. Und jedes Tier hatte seine genau erkannten Aufgaben. Die Ameisen bauten sich eigene WohnhĂŒgel aus Erde und Pflanzenteilen. Oder andere lebten in Nestern die sie in BĂ€umen gebaut hatten. Wieder andere zogen in großen Gemeinschaften ĂŒber Land und verweilten nur fĂŒr die Eiablage und Aufzucht ihrer Nachkommen einige Wochen an einem Ort bevor sie weiterzogen. In der Gemeinschaft der Ameisen fanden sich regelmĂ€ĂŸig Geschöpfe anderer Art. Auch diese verbesserten das Leben der Gemeinschaft und nutzten die Dienste der Ameisen fĂŒr ihr eigenes Leben.

Es gab einzelne Tiere die fĂŒr die Eiablage zustĂ€ndig waren, kurzlebige, geflĂŒgelte MĂ€nnchen zur Befruchtung der Eier und viele Arbeiterinnen mit den unterschiedlichsten Aufgaben: Nahrungsbeschaffung, Nestbau, Vorratshaltung, Gebietserkundung und Nachrichten Übermittlung. Wenn Adam das Treiben an und in dem Ameisenbau betrachtete konnte er erkennen wie hinter jeder AktivitĂ€t einer jeden Ameise ein Beitrag zum gemeinsamen Werk stand. Alle Tiere sahen ihre Lebensaufgabe allein im Schaffen und Erhalten des Ganzen. Daraus wie sich jede Ameise voll ihrer Aufgabe widmete war erkennbar das diese keinen anderen Lebenszweck kannte und benötigte als ihren Schwestern und BrĂŒdern zu dienen. Auch die Tiere die Koordinationsaufgaben hatten bis zu den Königinnen erfĂŒllten mit all ihrem Streben allein ihre Aufgaben fĂŒr alle.

Adam dachte lange ĂŒber diese Geschöpfe nach. Am Abend fragte er den Vater: "Der Geist deiner Schöpfung zeigt sich mir am deutlichsten im Mit- und FĂŒreinander deiner Geschöpfe. Was gilt es als das Wichtigste zu erkennen?" Jahwe erklĂ€rte wie so oft indem er Adam zum Weiterdenken verhalf: "Du hast viele Geschöpfe dieser Erde kennengelernt. Dabei hast du erkannt wie sie fĂŒreinander da sind, wie sie von ihren Aufgaben fĂŒr die Gemeinschaft ausgefĂŒllt leben, wie sie frei und ohne Angst sind. Hast du mehr erkannt?" "Ja," antwortete Adam sofort "jedes Geschöpf ist auf seine eigene, interressante Weise wunderschön. Du mußt deine Schöpfung lieben weil du sie so gemacht hast."

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1.1.3 Die GefÀhrtin

Eine Besonderheit des Planeten Erde war das die meisten Geschöpfe gleicher Art in mehr oder weniger großen Gruppen miteinander lebten. Nur Adam war das einzige Geschöpf seiner Art. Jahwe beschloss das zu Ă€ndern und Adam eine Frau zu geben. Dazu ließ er Adam in einen tiefen Schlaf fallen um eine GefĂ€hrtin aus einer Rippe von Adams Körper zu schaffen. So schuf Jahwe eine Beziehung zwischen Mann und Frau die auf der Erde nur zwischen Eheleuten möglich ist. Es sind zwei Körper und doch fĂŒhlen sie wie ein Mensch. In dieser Weise fĂŒhlen sich die himmlischen Wesen miteinander und mit ihrem Schöpfer verbunden.

1.1.3.1 ZusammengefĂŒhrt

Als Adam erwachte fand er seine GefĂ€hrtin in seiner NĂ€he. Er fĂŒhlte sich sogleich mit ihr verbunden wie mit keinem anderen Geschöpf zuvor. Alles an ihr freute ihn. Er war erstaunt ihr noch nicht frĂŒher begegnet zu sein, denn er erkannte sofort das sie zusammengehörten. Das erste was sie von ihm hörte war: "Du gehörst zu mir. Mit keinem Geschöpf bin ich verbunden wie mit dir. Du bist ein Teil von mir und wir werden gemeinsam unserem Schöpfer dienen. Dein Name soll Eva sein."

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1.1.3.2 Gemeinsame Freude

Eva fĂŒhlte genau wie Adam von Beginn an eine tiefe Liebe und Verbundenheit zu Jahwe und seiner Schöpfung. Adam war ihr vertraut wie ein Teil ihres eigenen Körpers. Er liebte es ihr Jahwes Schöpfung und besonders auch den Garten zu zeigen. Gemeinsam gestalteten Sie den Garten zu ihrer und ihres Schöpfers Freude. Gemeinsam verbrachten sie ihre Tage mit der Aufgabe Jahwes Schöpfung zu erkennen und zu benennen. Adam war Jahwe zutiefst dankbar fĂŒr diese wunderbare Bereicherung in seinem Leben. Eva ergĂ€nzte und vervollkommnete alle seine FĂ€higkeiten. Sie sah Aspekte die ihm neu waren und er konnte ihr erklĂ€ren was er von Jahwe gelernt hatte. Ihre Freude an- und miteinander war vollkommen.

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1.2 Disharmonie

Jesus, der Sohn Jahwes, ist der der den Willen seines Vaters in allen Dingen ausfĂŒhrt. Kein Geschöpf hat eine so innige Beziehung zu Jahwe wie Jesus weil er kein Geschöpf sondern der Sohn Jahwes ist. Wer Jesus sieht, der sieht den Vater. Daher war es auch Jesus der die Schöpfung Jahwes, seines Vaters ausfĂŒhrte und am Leben erhĂ€lt. Alles was Jahwe tut, tut er durch und mit Jesus seinem Sohn.

1.2.1 Der Neider

Unter den geschaffenen Wesen des Himmels gibt es eine Aufgabenteilung und eine Rangordnung. Dabei ist der höherstehende der Diener derer fĂŒr die er zustĂ€ndig ist weil er dazu die besseren FĂ€higkeiten hat. Das bedeutendste himmlische Wesen war Luzifer der LichttrĂ€ger. Er pflegte stĂ€ndigen Kontakt mit Jahwe und seinem Sohn Jesus. Er war das fĂ€higste Geschöpf Jahwes im Himmel. Allen anderen Engeln vermittelte er den Willen des Schöpfers.

1.2.1.1 Unverstanden

Die Grundlage von Jahwes Reich ist seine Liebe zu seinen Geschöpfen. Grundlage der Liebe ist aber die Freiheit zu jeder Entscheidung. Liebe ohne Freiheit ist nichts als TĂŒnche die keinen Bestand haben kann. Luzifer begann seine FĂ€higkeiten mit denen von Jesus zu vergleichen. Er berĂŒcksichtigte dabei nicht, dass es unmöglich ist die ĂŒberlegenen FĂ€higkeiten eines anderen zu erfassen. Man kann diese FĂ€higkeiten nur feststellen und begrĂŒĂŸen oder beneiden. Der EngelsfĂŒrst sah wie Jesus den Willen des Vaters immer sofort erkannte und sogleich die richtigen Maßnahmen zur Umsetzung des Willens Jahwes traf. Er glaubte aber das mindestens ebenso gut ausfĂŒhren zu können. Waren seine FĂ€higkeiten doch denen aller anderen Geschöpfe ĂŒberlegen.

Der LichttrĂ€ger begann entsprechende Bemerkungen gegenĂŒber den ihm anbefohlenen Engeln zu machen. Inhaltlich waren seine Anmerkungen noch völlig unverfĂ€nglich und klangen eher konstruktiv und hilfreich. Nachdem er bemerkte das bei einigen Engeln solcherlei Kritik durchaus positives Gehör fand, gab er seinen AnwĂŒrfen gelegentlich auch einen besorgten Unterton. Dabei waren seine AusfĂŒhrungen nie eine Kritik an Jahwe dem Schöpfer. Immer mehr stellte er aber den Werkmeister Jesus als gefĂ€hrlich fĂŒr die Schöpfung dar. Es gab Engel die darauf hinwiesen, dass die Schöpfung Jahwes vollkommen ist und die Ordnungen des Schöpfers nicht der geringsten Korrektur durch Geschöpfe bedĂŒrften. Luzifer und seine ihm anhĂ€ngenden Engel verwiesen darauf das sie den Willen des Schöpfers ja gerade tun wĂŒrden indem sie die Fehler Jesu nicht mehr lĂ€nger tollerieren wollten.

Jahwe und seinem Sohn Jesus waren die Gedanken Luzifers von Anfang an bekannt. Sie zeigten dem EngelsfĂŒrsten in Liebe immer wieder die Fehler in seinen Gedanken und SchlĂŒssen. Dessen Reaktion war es aber sich von dem Vater und Jesus immer mehr zurĂŒckzuziehen bis er den Kontakt ganz mied. Auch die anderen zweifelnden Engel wurden in diese liebevollen und wahrhaftigen Zurechtweisungen einbezogen. Diese zogen es aber vor den Argumenten Luzifers zu folgen wenn dieser sie scheinbar in sein Vertrauen zog. Schließlich wagte der LichttrĂ€ger offen die Vertreibung Jesu und seine eigene Einsetzung an dessen Stelle zu fordern. Ein Drittel aller himmlischen Wesen schloß sich dieser Forderung an. Sie gaben dabei wieder vor Jahwes Willen erfĂŒllen zu wollen um die Schöpfung zu bewahren.

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1.2.1.2 Spaltung

Ein Drittel der Engel war entsetzt ĂŒber diese VorgĂ€nge und konnte nicht verstehen warum ihre himmlischen Mitgeschöpfe so verblendet waren. Sie erfuhren alle zusammen mit der gesamten Schöpfung in jedem Augenblick ihres Daseins die Liebe des Schöpfers und seines Sohnes Jesus; die Vollkommenheit seiner Ordnungen und deren perfekte Umsetzung durch Jesus. Keinen der VorwĂŒrfe Luzifers und seiner AnhĂ€nger fanden sie in Wahrheit bestĂ€tigt. Das verbleibende Drittel der himmlischen Bewohner war bereit den Beschuldigungen Luzifers in einigen Bereichen zu folgen. Auch die ErklĂ€rungen Jesu in Liebe und Geduld konnten nicht alle Zweifel bei ihnen ausrĂ€umen. Sich aber gegen Jahwe ihren Schöpfer zu stellen erschien ihnen als völlig abwegig. Sie erfĂŒllten weiter treu alle ihre Aufgaben und gaben Jahwe und seinem Sohn Jesus allen schuldigen Respekt.

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1.2.1.3 Rebellion

Nachdem sich somit Luzifer und seine AnhĂ€nger klar und offen gegen den Willen Jahwes ihres Schöpfers entschieden hatten, verwies Jahwe sie aus seiner Gegenwart und dem Umfeld der himmlischen Geschöpfe. Der LichttrĂ€ger wurde seiner Stellung enthoben und von da an Satan genannt. Da wagte der es in seiner Verblendung sich jetzt sogar offen Jahwe zu widersetzen. Die Allmacht des Schöpfers ĂŒber seine Geschöpfe wies ihn und sein Gefolge in ihre Schranken. Das veranlasste Satan, zusĂ€tzlich zu den bisherigen VorwĂŒrfen gegenĂŒber Jesus, jetzt auch die Liebe Jahwes zu seinen Geschöpfen zu verleugnen.

Es gab unverkennbar keine Möglichkeit den abtrĂŒnnigen EngelsfĂŒrsten und die ihm folgenden Engel zur Liebe Jahwes zurĂŒckzufĂŒhren. FĂŒr ihre eigensĂŒchtigen Motive waren sie bereit die ganze Schöpfung zu opfern. Das widersprach Jahwes himmlischer Ordnung der GrĂ¶ĂŸe durch Dienst an aller Kreatur in der Liebe des Vaters. Die Engel in den Himmeln erwarteten das Jahwe nun von seinem Recht als Schöpfer Gebrauch macht und die Existenz Satans und seiner AnhĂ€nger beendete. Damit, nahmen sie an, könne die Harmonie der gesamten Schöpfung wieder hergestellt werden. Sie waren zutiefst traurig und erschĂŒttert ĂŒber den Verlust dieser Geschwister die mit ihnen Teil der Liebe Jahwes waren. Jesus war immer noch bereit alles zu tun um die Gemeinschaft zu erhalten, obwohl er doch der besonders Verleumdete war.

Der VerrĂ€ter war sich auch sicher das die Vernichtung seiner Existenz Jahwes Konsequenz sei, weil er selber so gehandelt hĂ€tte. Das veranlasste ihn allerdings in keiner Weise zur Reue. Lieber wollte er mit seinen AnhĂ€ngern vernichtet werden als auf seinen Machtanspruch verzichten und der Schöpfung in den Ordnungen des Schöpfers zu dienen. Satan klagte den Schöpfer deshalb weiter an das Jahwe mit einer solchen Entscheidung beweise seinen Sohn Jesus mehr als seine Schöpfung zu lieben. Damit sei klar erkennbar das Jahwes Liebe gegenĂŒber seinen Geschöpfen nur geheuchelt sei und das Jesus ungerechten Nutzen aus dieser Bevorzugung ziehe. Damit wĂŒrden dann letztlich alle VorwĂŒrfe Satans und seines Gefolges bestĂ€tigt. Das Satan alleine den Unfrieden in die himmlische Harmonie gebracht hatte, bestritt er.

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1.2.2 Zweifel

Das erste Menschenpaar fĂŒhrte gemeinsam ein reiches Leben. Reich an Liebe, an tĂ€glich neuer Erkenntnis und an vollkommener AufgabenerfĂŒllung. Je intensiver sie Jahwes Schöpfung verstanden, je tiefer empfanden sie die Liebe in den Ordnungen des Schöpfers. Wenn sie Dinge die sie beobachteten nicht verstanden, fragten sie abends Jahwe und er erklĂ€rte ihnen gerne in Liebe die ZusammenhĂ€nge. Eines Abends fragte Adam: "Wozu dienen die Himmelslichter?" "Warum bewegen sie sich im Tagesablauf?" Er hatte darĂŒber schon einige male mit Eva gesprochen, sie waren aber zu keiner ErklĂ€rung gekommen.

Weltraum"Ihr wisst, daß es ausser eurem Sonnensystem noch eine große Zahl von anderen Sonnensystemen und Galaxien in meiner Schöpfung gibt. Jeder Teil der Schöpfung hat dabei seine besondere Aufgabe und Bedeutung. Alle Teile der Schöpfung sind miteinander verbunden. Kein Teil ist isoliert. Damit sind alle Dinge voneinander abhĂ€ngig. Die Harmonie, die ihr in der Natur auf eurem Planeten erkennt, ist wiederum Teil der Harmonie aller anderen Planetensysteme. Dies wird durch die aufeinander abgestimmte Bewegung aller Himmelskörper bewirkt, die wiederum grundlegende AblĂ€ufe auf eurem Planeten bestimmt. Damit ist der Tages- Wochen- Monats- und Jahresablauf eurer Welt Teil der Harmonie des Kosmos."

Adam und Eva hatten das perfekte Zusammenspiel der kleinsten Teile im natĂŒrlichen Kreislauf der Erde beobachtet. Jetzt verstanden sie wie Jahwe diese prĂ€zisen und vollkommenen Mechanismen in seiner gesamten Schöpfung eingesetzt hatte. Sie fĂŒhlten sich damit ĂŒber ihre Welt hinaus als Teil der Gedanken und Liebe Jahwes.

1.2.2.1 Schlechter Umgang

Die alte SchlangeDem Satan war ein Platz auf dem Planeten Erde erlaubt von dem aus er mit den Geschöpfen reden durfte. Jahwe hatte diesen Platz Adam mit den Worten gezeigt: "Du weißt das ich diese Schöpfung mit dir teilen will. Du sollst dir alles auf diesem Planeten nach meinen Ordnungen untertan machen. Ich will dir nichts vorenthalten. Du sollst glĂŒcklich und von deinem Dienst fĂŒr mich erfĂŒllt leben. Einzig die Frucht von diesem Baum in der Mitte des Gartens wĂŒrde dich der Harmonie meiner Schöpfung entfremden. Wenn du von dieser Frucht isst kannst du nicht mehr mit den Geschöpfen des Himmels Gemeinschaft haben. Du wirst dann sterben!"

Adam hatte durch sein Studium der Schöpfung erfahren wie sinnvoll alle Gesetze des Schöpfergottes sind. Manchmal erschloss sich der Zweck der Regelungen sofort, manchmal erkannte Adam erst spĂ€ter warum Jahwe bestimmte Dinge auf eine spezielle Weise festgelegt hatte. Er konnte sich jetzt zwar nicht vorstellen wie irgend etwas ihn aus der liebevollen Gemeinschaft der Geschöpfe ausschließen sollte, erkannte aber doch den besonderen Ernst der Warnung Jahwes. Ganz sicher wĂŒrde er sich von diesem Ort fernhalten. Wenn der Tag dazu gekommen war wĂŒrde sein Schöpfer Adam erklĂ€ren was es dazu zu wissen gab.

Als Adam Eva den Garten zeigte kamen sie auch in die NĂ€he des Baumes mit den verbotenen FrĂŒchten. Eva bemerkte an Adams Verhalten sofort das hier etwas anders war. Sie sah einen besonders stehenden Baum mit herrlichen FrĂŒchten daran. Adam erklĂ€rte: "Unser himmlischer Vater hat mir geboten nicht von den FrĂŒchten dieses Baumes zu essen. Das wĂŒrde mich aus der Gemeinschaft der Geschöpfe ausschließen und meinen Tod zur Folge haben. Deshalb habe ich bisher lieber Abstand von diesem Platz gehalten. Wenn Jahwe die Zeit fĂŒr gekommen hĂ€lt wird er uns sicher mehr dazu erklĂ€ren." Eva behielt diesen Platz besonders in ihrem GedĂ€chtnis.

Ein Leben ohne Eva war fĂŒr Adam nicht mehr vorstellbar. Das gemeinsame Erleben und Erfahren der Schöpfung, das Teilen von Gedanken und Ansichten und die tiefe Liebe die sie zueinander empfanden machte ihn vollstĂ€ndig glĂŒcklich. Gelegentlich wollte Eva alleine ihren Aufgaben und Vorlieben nachgehen. Wenn sie dann wieder zusammen waren besprachen sie miteinander was sie Neues gesehen hatten und wie es sich in das Ganze einfĂŒgte.

Eva wußte von Adam wie die Zeit vor ihrer eigenen Existenz war und wie Jahwe sie als Teil von Adam geschaffen hatte. Adam hatte ihr so etwas voraus was sie niemals ausgleichen konnte. Eva wollte nicht einfach 'nur' ein Teil ihres Mannes sein. Sie empfand Adam gegenĂŒber deshalb keinen Neid, dennoch hatte die Mutter aller Menschen das BedĂŒrfnis nach einer eigenen Herkunft, eigener Erfahrung die sie fĂŒr Adam noch interressanter machen wĂŒrde wie sie dachte. Deshalb begann sie sich fĂŒr den besonderen Baum zu interressieren ĂŒber den Adam so wenig wusste.

Wenn Eva Adam gegenĂŒber von dem Baum sprach wollte er das Thema nie weiter vertiefen. Die gesamte Schöpfung dieses Planeten war fĂŒr ihn abwechslungsreich genug. Wovor Jahwe ihn gewarnt hatte, davon wollte er auch weiter nichts wissen: "Eva, warum sollen wir uns um das Wissen ĂŒber etwas bemĂŒhen wovor Jahwe uns gewarnt hat? Unser Leben ist voller GlĂŒck und Vollkommenheit. Nichts fehlt uns. Unser himmlischer Vater hat uns mit allem versorgt was wir uns wĂŒnschen. Bitte bleibe auch du diesem Ort fern. Wenn es notwendig ist werden wir vom Schöpfer mehr ĂŒber die Sache erfahren. Ohne seine FĂŒhrung ist es sicher nicht ratsam eigenmĂ€chtig zu forschen." Eva stimmte ihm zu: "NatĂŒrlich ist es so wie du sagst. Wenn du auch nicht mehr darĂŒber weißt warten wir bis Jahwe uns mehr darĂŒber erklĂ€rt. Sonst wĂŒĂŸte sicher auch niemand etwas dazu."

Dennoch zog es Eva immer wieder zu dem Baum. Im Vergleich zu den anderen GewĂ€chsen des Gartens hatte dieser Baum eine besondere Form und einen abgesonderten Standort. Es war unverkennbar kein Baum wie die anderen. Weil sie wußte wie Adam darĂŒber dachte sprach sie auch nicht mehr mit ihm ĂŒber ihr besonderes Interresse daran. Sie wollte ihn nicht hintergehen ihre Neigung aber auch nicht aufgeben.

Als Eva eines morgens wieder einmal nachdenklich den Baum betrachtete, nĂ€herte sie sich unwillkĂŒrlich dem Stamm und stand unter dem ausladenden BlĂ€tterdach. Auch das von seiner Krone ausgehende Aroma war anders als alles was sie kannte. Zwischen den herrlichen FrĂŒchten sah sie ein Tier welches sich elegant und geschmeidig in ihre Richtung bewegte. Eva war etwas ĂŒberrascht das die Schlange sie in vernĂŒnftiger Redeweise ansprach. Adam und sie hatten innigen Kontakt mit allen Tieren des Planeten. Sie konnten sich mit diesen auch so gut verstĂ€ndigen wie die Tiere sich untereinander verstĂ€ndigen konnten. Eine vernĂŒnftige Unterhaltung wie bei den Menschen untereinander oder mit den himmlischen Wesen war mit den Tieren allerdings nicht möglich. Dazu reichte das VerstĂ€ndnis der Tiere nicht aus. Auch nicht bei den sonst auffallend klugen Schlangen.

Um so erstaunlicher war die Anrede der Schlange an Eva: "Ich grĂŒĂŸe dich, edle Eva." "Was nennst du mich edel? Ich bin ein Geschöpf wie du." "Das ist so wie du es sagst, edle Eva. Und doch gebĂŒhrt dir die Ehre des vollkommensten Wesens dieser Welt." "Schlange, warum bist du hier wo wir nicht sein sollen? Ist euch dieser Ort nicht verboten?" "Kein Ort dieser Welt ist dir verboten! Dir ist diese Welt untertan. Es ist dein Recht von allen Dingen dieser Welt Besitz zu ergreifen. Wer sollte dich, edle Eva, daran hindern?" "Adam, von dem ich gemacht bin, hat mir gesagt dieser Ort und die FrĂŒchte des Baumes seien schlecht fĂŒr uns. Wenn wir diese essen, so mĂŒssten wir sterben." "Ja, die herrlichen FrĂŒchte dieses Baumes sind anders als irgend andere FrĂŒchte. Alle FrĂŒchte dieser Welt dienen dir als Speise zum Genuss. Diese hier werden deinen geistigen Horizont erweitern." Eva wollte dieses ungewöhnliche GesprĂ€ch nicht weiter fortsetzen: "Ich verstehe nicht wozu du so zu mir sprichst. Adam erwartet mich. Wir werden zu einer anderen Gelegenheit wieder miteinander reden." Die Schlange verabschiedete sich in ihrer scheinbar wertschĂ€tzenden und doch belustigten Art: "Wann immer du willst, edle Eva, wirst du mich hier zu deiner VerfĂŒgung finden."

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1.2.2.2 Die Wahrheit

Als Eva mit Adam zusammentraf war sie immer noch etwas verwirrt von diesem ausserordentlichen Erlebnis. Sie befĂŒchtete allerdings Adam zu verstimmen wenn sie ihm davon erzĂ€hlte das sie wieder an dem Baum war. Dennoch sprach sie das Thema an: "Adam, glaubst du es wĂ€re möglich das du Jahwe falsch verstanden hast als er ĂŒber den verbotenen Baum mit dir sprach?" Adam war verwundert: "Nein, der Vater hat alles so gesagt wie ich es dir berichtet habe. Laß uns heute abend mit ihm darĂŒber sprechen." Eva war ein wenig erschrocken ĂŒber diesen unerwarteten Vorschlag. Sie erwartete das Jahwe von ihrem GesprĂ€ch mit der Schlange wusste und dieses zur Sprache bringen wĂŒrde. Wie Adam darauf reagieren wĂŒrde war ihr unklar obwohl sie nicht empfand wirklich etwas falsches getan zu haben. Deshalb antwortete sie: "Das ist nicht notwendig Adam. NatĂŒrlich hat Jahwe genau das gesagt was du mir berichtet hast. Es ist nur schwierig fĂŒr mich zu verstehen warum er nicht mehr dazu erklĂ€rt hat." "Deshalb werden wir ihn heute fragen. Er hat uns immer alles erklĂ€rt was wir nicht verstanden." verkĂŒndete Adam fest entschlossen.

Als sie dann am Abend mit Jahwe wie gewohnt zusammentrafen sprach der Schöpfer das Thema gleich von sich aus an: "Der Baum ist der Ort auf diesem Planeten von dem aus mein Verleumder zu euch sprechen darf." Eva war jetzt ganz klar das ihr merkwĂŒrdiges GesprĂ€ch mit der Schlange nicht verborgen bleiben wĂŒrde. Sie schwieg deshalb lieber. Adam freute sich das ihr himmlischer Vater wie immer wußte was ihre Herzen bewegte. Was er von Jahwe hörte konnte er sich aber nicht vorstellen: "Wer sollte so dumm sein dich zu verleumden? Und womit? Du hast alle Wesen und alle Dinge in den Himmeln und auf diesem Planeten geschaffen. Alles hĂ€lst du mit deinem guten Gottes Geist am Leben. Deine Liebe drĂŒckt sich in allen deinen Werken aus." Jahwe erzĂ€hlte ihnen die traurige Geschichte des EngelsfĂŒrsten Luzifer der zum Satan und seinem Gefolge aus Engeln die zu DĂ€monen wurden. Adam und Eva waren zutiefst erschrocken ĂŒber diese VorgĂ€nge.

Das Menschenpaar fĂŒhlte sich von der Bosheit Satans abgestossen. Nie hĂ€tte Eva den Kontakt zu dem Verleumder gesucht wenn sie ĂŒber dessen Charakter bescheid gewußt hĂ€tte. Jahwe hatte sie beide noch einmal vor dem Kontakt mit dem Satan und dem Genuss seiner FrĂŒchte gewarnt. Adam bezweifelte nicht das ihr Vater das Problem letztlich aus der Welt schaffen wĂŒrde. Eva hatte dann von sich aus von ihrem GesprĂ€ch mit der Schlange berichtet und versichert wie enttĂ€uscht sie ĂŒber diesen verlogenen Hinterhalt ist.

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1.2.2.3 Versuchung

Es war einige Zeit vergangen und doch konnte Eva nicht anders als immer wieder ĂŒber dieses Wesen nachzudenken das es gewagt hatte dem Schöpfer die Stirn zu bieten. Sie hatte auch mit Engeln gesprochen wenn diese den Garten besuchten. Weil die himmlischen Wesen sich dann immer nur traurig und zurĂŒckhaltend Ă€usserten sprach Eva sie nicht mehr darauf an. Mit Adam wollte sie auf keinen Falll mehr ĂŒber den Verleumder reden. Sie wusste das er nichts mehr mit der Sache zu tun haben mochte.

Die Engel hatten ihr auch von den guten Tagen des Luzifer berichtet und wie unverstĂ€ndlich ihnen sein Wandel ist. Wenn sie sich an ihr GesprĂ€ch mit der Schlange erinnerte war ihr deren Wesen auch nicht unangenehm in Erinnerung. Gelegentlich ging sie doch wieder in die NĂ€he des Baumes um einen Blick auf den ehemaligen EngelsfĂŒrsten zu werfen. Sie stellte sich dabei versteckt hinter einige BĂŒsche weil sie auf keinen Fall wieder vom Satan angesprochen werden wollte. Es machte auch den Anschein das die Schlange sie nicht bemerkte. Sie bewegte sich meist geschickt und elegant wie immer im GeĂ€st des Baumes, genoss die duftenden FrĂŒchte und gab wohltönende, harmonische KlĂ€nge von sich. Eva musste sich widerstrebend eingestehen das sie sich die frĂŒhere Herrlichkeit des Luzifer an der Schlange vorstellen konnte. Warum nur hatte er sich gegen den Schöpfer gewandt?

Eva wußte immer klarer das sie noch einmal mit der Schlange reden mußte. Jahwe hatte offenbar alles gesagt was er dazu sagen wollte. Sonst wollte offenbar auch niemand mit ihr darĂŒber reden. FĂŒr alle anderen schien der Abfall des Satan zwar eine traurige aber eben eine Tatsache zu sein die sich nicht mehr Ă€ndern ließe. Das erkannte sie ja auch so doch sie verstand es nicht. Da mußte etwas sein was sie noch nicht kannte.

"Edle Eva, es ist mir eine besondere Ehre und Freude dich wieder hier zu sehen." Wieder dieses freundliche Zuvorkommen mit einer wissenden Belustigung. Eva war davon gleichzeitig angezogen und abgestossen. Ja, jetzt konnte sie sich den mĂ€chtigen Luzifer hinter diesen Worten vorstellen. Aber vorsicht! Diesmal war sie gewarnt. So wĂŒrde er sie nicht fangen. "Du hast mich getĂ€uscht, wie du versuchst die ganze Schöpfung zu tĂ€uschen! Doch jetzt kenne ich die Wahrheit ĂŒber dich!" "Es freut mich aufrichtig, edle Eva, das du dir Gedanken ĂŒber mich gemacht hast. Wenn ein kluges Wesen wie du nachdenkt wird es die richtigen ZusammenhĂ€nge erkennen. Dabei bin ich dir gerne mit all meinen Möglichkeiten behilflich." Das war nicht die von Eva erwartete Antwort. Die Schlange schien tatsĂ€chlich ihre Gedanken zu kennen und ihre Probleme zu verstehen. Etwas freundlicher fragte sie: "Warum versuchst du auch mich hier zu tĂ€uschen? Jahwe hat uns deine ganze traurige Geschichte erzĂ€hlt." Leicht erstaunt fragt die Schlange zurĂŒck: "Was macht dich traurig an mir? Unterhalte ich mich hier nicht mit dem interressantesten Bewohner am einzigartigsten Ort dieses Planeten? Wenn du das traurig findest weiß ich nicht was GlĂŒck fĂŒr dich bedeutet." Eva musste das fragen: "Was bedeutet denn GlĂŒck fĂŒr dich?" Sofort zeigte die Schlange sich verbindlich, freundlich: "Die Freiheit ist das grĂ¶ĂŸte fĂŒr mich. Ich liebe es meine Entwicklung selbst zu bestimmen. Mit meinen FĂ€higkeiten will ich Neues schaffen wie es mir gefĂ€llt. Dabei sollen alle mit geringeren Möglichkeiten als ich nach meinen Weisungen handeln damit ich meine Ziele zum Besten aller erreiche. Wir dĂŒrfen nicht stehenbleiben wo wir sind. Ich will mich mit meinen FĂ€higkeiten verwirklichen zum Profit aller die mir folgen. Dabei soll jeder diese Freiheit und die Möglichkeiten besitzen das zu verwirklichen was in ihm steckt." In Eva war es wie wenn diese Worte ein Saite in ihrem Inneren zum Klingen gebracht hĂ€tten. Das entsprach nicht den Worten Jahwes und schien ihr doch richtig. Sie wĂŒrde darĂŒber nachdenken. Ohne eine Antwort ging sie nachdenklich fort durch den Garten. Die Schlange zeigte sich keineswegs enttĂ€uscht ĂŒber ihren wortlosen Fortgang und lies sie auch kommentarlos gehen.

Es blieb Adam nicht verborgen das Eva immer hĂ€ufiger mit der Schlange sprach. Ihre Freude an der Schöpfung hatte merklich nachgelassen und an den abendlichen GesprĂ€chen mit dem Schöpfer beteiligte sie sich nur noch selten. Adam fĂŒrchtete Jahwe wĂŒrde auch Eva wie Luzifer aus der Gemeinschaft verbannen. Deshalb holte er sich keinen Rat bei ihrem Vater. Wenn Jahwe ihn auf das Verhalten Evas ansprach gab er vor von nichts zu wissen. Alles sei wunderbar wie immer versicherte er.

Den Versuch mit Eva zu sprechen hatte Adam aufgegeben. Was sie ihm erklĂ€ren wollte verstand er nicht und wollte es auch nicht verstehen. Das war eine ihm fremde Gedankenwelt die er ablehnte. Adam wußte nur das er ohne Eva keine Freude mehr am Leben hĂ€tte. Nicht mehr ihre Gegenwart zu fĂŒhlen, ihre Stimme zu hören, ihren Liebreiz zu genießen war fĂŒr Adam unvorstellbar. Kein Preis schien ihm zu hoch dafĂŒr.

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1.2.3 Abfall

Es schien unausweichlich das der Tag kam an dem Eva die Schlange nach den FrĂŒchten fragte: "Du hast mir gesagt die verbotenen FrĂŒchte dieses Baumes wĂŒrden mich nicht töten sondern meinen geistigen Horizont erweitern. Was meintest du damit?" Jetzt konnte auch der Satan seine Erregung nicht vollstĂ€ndig verbergen. Zu nahe war er seinem grĂ¶ĂŸten Ziel: "Du bist wirklich eine kluge Frau, edle Eva. Du hast erkannt wie sehr du von Jahwe getĂ€uscht wurdest. Der Genuss dieser FrĂŒchte wird dich in die Lage versetzen das Böse zu erkennen. Damit wirst du Gott gleich sein." Was es bedeuten wĂŒrde das Böse zu erkennen konnte Eva sich nicht vorstellen. So wissend wie Jahwe zu sein schien ihr aber sehr verlockend. Sie mĂŒsste niemanden mehr nach irgend etwas fragen. Im Gegenteil, Eva wĂ€re diejenige die alle Antworten wĂŒsste. Adam wĂ€re ihr fĂŒr alle Zeiten dankbar wenn sie auch ihm diese Möglichkeit verschaffte. Die Schlange war ihr inzwischen nicht mehr besonders sympatisch. Wenn sie sich auch in dieser Sache als besonders nĂŒtzlich erweisen sollte. Eva wĂŒrde schon wissen wie sie ihr Leben in eigener Freiheit ohne die Schlange fĂŒhren könnte. Schnell entschlossen nahm Eva die von der Schlange angebotenen FrĂŒchte fĂŒr sich und Adam.

1.2.3.1 Erkenntnis

So sehr sie Adam wieder in ihre kĂŒnftige herrliche Freiheit einbeziehen wollte, beschloss Eva doch zuerst allein eine Frucht zu essen. Sie tat das in einer feierlichen Stimmung an einem ruhigen abgelegenen Ort des Gartens. Nachdem sie die wirklich aussergewöhnlich wohlschmeckende Frucht gegessen hatte stellte sie fĂŒr sich fest das sie erst jetzt wirklich das Verbot Jahwes ĂŒbertreten hatte. Mit der Schlange zu reden oder sich am Baum aufzuhalten war ihnen nicht verboten worden. Erst das Essen der Frucht sollte sie aus der Gemeinschaft der himmlischen Geschöpfe ausschließen und ihnen den Tod bringen. Das hatte Eva jetzt getan. So wie sie die himmlischen Geschöpfe kannte wĂŒrden diese sie wirklich nicht verstehen und sich zukĂŒnftig von ihr fernhalten. So wie sie das bei Satan taten.

Wie ein jĂ€her Blitz wurde Eva die Tragweite dessen was sie getan hatte bewußt. Bitter dachte sie: "Der Satan hat mich noch nicht einmal belogen. Jetzt weiß ich was böse ist." Verzweifelt suchte sie nach einem Ausweg. Der Satan wĂŒrde jetzt seinen Machtanspruch ĂŒber Eva geltend machen. Er hatte ihr ja alles erklĂ€rt. Sie wĂŒrde in seiner Welt leben mĂŒssen die nach seinen Gesetzen bestimmt war. Diese Gesetze beruhten auf dem Recht des StĂ€rkeren nicht auf dem Dienst fĂŒreinander. Das hatte sie gelernt und in ihrer Verblendung fĂŒr einen Vorteil fĂŒr sich gehalten. War sie mit Adam denn nicht das fĂ€higste Geschöpf dieses Planeten? Das sie ihr Handeln vor Jahwe nicht ungeschehen machen konnte wußte sie. Was sollte sie nur tun?

Da fiel Eva ihr liebender Adam ein. Sie wußte wie viel sie ihm bedeutete. Wenn niemand mehr in Liebe zu ihr stehen wĂŒrde so bliebe Adam als Einziger bei ihr. Darauf vertraute sie. So schnell sie konnte suchte sie ihren Mann den sie dann im Garten fand. Die FrĂŒchte trug sie gedankenlos noch immer bei sich.

Als Adam Eva in völlig verstörtem Zustand auf sich zukommen sah fielen ihm sogleich die FrĂŒchte in ihren HĂ€nden auf. FĂŒr ihn gab es keinen Zweifel was das bedeutete: Jetzt wĂŒrde Jahwe Eva ohne Gnade von ihm nehmen. Ihr Leben in vollkommener Gemeinsamkeit wĂ€re beendet. Es gab fĂŒr Adam kein Zögern fĂŒr die scheinbar einzig mögliche Lösung: Adam nahm Eva eine Frucht aus der Hand und aß diese auf.

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1.2.3.2 Schuld

"Jetzt werden alle uns als Übertreter der Ordnungen des Schöpfers erkennen." sagte Adam entmutigt als er die Frucht gegessen hatte und Eva wieder ansah. Beide fĂŒhlten sich nackt und schuldig. Sie beschlossen sich KleidungsstĂŒcke aus BlĂ€ttern zu machen. Ähnlich den Fellen der Tiere die sie kannten. Eva fragte: "Was sollen wir jetzt tun?" Sie war noch immer zu keinem klaren Gedanken fĂ€hig. Es war nicht ihre Absicht Adam mit in ihr UnglĂŒck zu stĂŒrzen und doch war es ihr ein Trost das er sich sofort an ihre Seite gestellt hatte. Adam dachte mit ernstem Schrecken an seine nĂ€chste Begegnung mit ihrem himmlischen Vater. Er hatte spontan gehandelt in der Angst Eva zu verlieren. Jetzt erinnerte er sich an den von Jahwe verheißenen Tod fĂŒr ihr Handeln. Adam fiel sein GesprĂ€ch mit dem Schöpfer ĂŒber den Tod der Tiere wieder ein. Er wollte nicht sterben. Wieder zu einem Nichts werden. Wie wohltuend war damals die Versicherung des Vaters gewesen das sie nicht sterben mĂŒssten, genauso wie die himmlischen Wesen. Adam beantwortete deshalb Evas Frage: "Wir mĂŒssen uns verstecken bevor der Vater in den Garten kommt damit er uns nicht findet und wir sterben mĂŒssen." "Verbergen? Vor Jahwe? Wie willst Du das machen? Das ist doch Unsinn!" war Evas Antwort. "Das ist alles was wir jetzt tun können. Vielleicht lĂ€ĂŸt er uns in Ruhe wenn er uns nicht mehr vorfindet." Eva war sichtlich nicht ĂŒberzeugt, folgte Adam aber doch an einen einsamen Ort des Gartens in dichtes GestrĂŒpp.

Wie jeden Abend betrat der Schöpfer auch an diesem den Garten und fragte Adam sogleich warum er sich versteckt halte. Eva sah Adam an um ihm zu zeigen das sie ein Verbergen vor Jahwe gleich fĂŒr sinnlos gehalten hatte. Adam gab also Antwort: "Ich fĂŒrchte mich weil du meine Schuld siehst." "So hast du mein Gebot missachtet und von der Frucht des Baumes gegessen!" war die Feststellung des Allwissenden. Adam wollte das wieder alles so war wie im Anfang. Er glaubte zu erkennen das allein Eva schuld daran war das er sterben sollte. Seine Liebe zu ihr erschien ihm nun als großer Fehler. Aber mußte er denn diesen Irrtum nicht begehen? Er war einsam unter allen Geschöpfen gewesen und Eva schien die ErfĂŒllung aller seiner WĂŒnsche zu sein. Ohne sie wĂŒrde er seinem Schöpfer treu sein können. Deshalb schrie Adam die Antwort heraus: "Die Frau die du aus mir geschaffen hast hat mich verfĂŒhrt. Sie gab mir die Frucht und ich habe gegessen." Dabei war Adam von Eva weggetreten und diese stand nun alleine im Versteck.

Eva war wie vom Donner gerĂŒhrt als sie Adams Worte hörte. Ja, sie wollte nicht das Adam um ihretwillen verdarb. Doch hĂ€tte sie niemals von ihm erwartet das er sie so verraten wĂŒrde. Das der Satan sie belogen und getĂ€uscht hatte erschien ihr inzwischen folgerichtig nach dessen Charakter. Das Jahwe sie nicht verstand und keine Gnade fĂŒr sie kennen wĂŒrde nahm sie hin. Das Adam sie verriet war mehr als sie noch tragen konnte. Nachdem Jahwe sie fragte warum sie das getan habe antwortete sie nur noch mĂŒde: "Die Schlange am Baum hat mich betrogen das ich ihr glaubte und von den FrĂŒchten aß."

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1.2.3.3 Urteil

Alle geschaffenen Wesen verfolgten diese Szene. In den Himmeln war die Frage immer noch offen was mit dem Satan und seinen Nachfolgern geschehen wĂŒrde. Bisher hatte der Schöpfergott nur jeweils einen Platz auf allen Welten eingerichtet von dem aus der Verleumder berechtigt war zu den Wesen zu sprechen die bereit waren ihm zuzuhören. Allein auf der Erde war dem VerfĂŒhrer das mit Eva gelungen. Mit dem heutigen Ereigniss war geschehen was alle befĂŒrchtet hatten: Wieder waren Geschöpfe dem Satan gefolgt und hatten die wunderbaren Ordnungen Jahwes ĂŒbertreten. WĂŒrde das niemals ein Ende haben? WĂŒrde die Harmonie in Jahwes Schöpfung niemals wieder vollkommen sein?

Jetzt verkĂŒndete der AllmĂ€chtige das Vernichtungsurteil ĂŒber den Satan und seine AnhĂ€nger: Die Erde soll fĂŒr eine begrenzte Zeit das Reich der AbtrĂŒnnigen werden. Dem Satan wird auf dem gesamten Planetensystem alle Möglichkeit gegeben die Bewohner der Erde nach seinen Zielen zu beeinflussen. Damit sollte er seine Behauptungen beweisen ein besserer FĂŒhrer zu sein. Doch werden Menschen die Möglichkeit haben die falschen Gesetze Satans und guten Ordnungen Gottes zu erkennen indem Jahwe dies den Menschen immer wieder offenbart. Jesus der Sohn Gottes wird als Mensch unter Menschen in Satans Reich, zu dem die Erde jetzt geworden ist, geboren. Er fĂŒhrt ein Leben nach den Ordnungen des Vaters in der Liebe zu seinen Geschöpfen. In keinem Fall macht Jesus sich als Mensch der Übertretung irgend eines Gesetzes der Schöpfung schuldig obwohl er dieselben Neigungen zur Übertretung hat wie alle Geschöpfe. Der Satan wird den Sohn Gottes, der ohne sich nach den himmlischen Ordnungen schuldig zu machen in Satans Reich lebt, dennoch ungerecht töten. Daran werden alle geschaffenen Wesen in den Himmeln den bösen und verderblichen Charakter des ehemaligen EngelsfĂŒrsten erkennen. Dessen Vernichtung wird dann von der gesamten Schöpfung als gerecht und notwendig empfunden. Weil Jesus ungerecht und ohne Schuld ermordet wird kann der Vater ihn wieder zum Leben erwecken und ihn in seine alte Stellung einsetzen. FĂŒr die Übertretungen der Menschen die Gottes Liebe und gerechten Gesetze erkannt haben wird Jesus durch seinen Tod die Schuld tragen. Damit können diese Menschen gerecht in die Himmel aufgenommen werden als hĂ€tten sie nicht gesĂŒndigt. So wurde das Urteil ĂŒber den Satan und seine AnhĂ€nger gerechtfertigt und allen Bewohnern der Erde die Möglichkeit zur RĂŒckkehr in die himmlische Harmonie Jahwes ermöglicht.

Die VerkĂŒndigung dieses Planes zur Erlösung der gesamten Schöpfung von dem Fluch den Satan ĂŒber sie gebracht hatte erschĂŒtterte die Wesen aller Himmel. Sie erkannten die Gerechtigkeit Gottes und die Liebe des Schöpfers seinen Sohn fĂŒr seine Geschöpfe zu geben. Jesus der von allen geliebte Sohn des Schöpfers wollte sich in die HĂ€nde des Bösen begeben. Sich sogar von diesem töten lassen. Viele Engel protestierten und boten sich selbst fĂŒr diesen Dienst an. Doch mussten sie einsehen das sie dazu nicht fĂ€hig sein wĂŒrden. Der Satan hatte Jahwe schon fĂŒr unfĂ€hig erklĂ€rt das Problem zu lösen und erkannte nun wie klein seine Chancen waren den mĂ€chtigen Jesus zu besiegen. Dennoch redete er sich und seinen AnhĂ€ngern ein das Jesus in einem Reich das sie aufbauen wĂŒrden nicht siegen könnte. Er dachte ihn genauso wie Adam und Eva verfĂŒhren zu können.

Auch Adam verstand die Möglichkeit zu ihrer Rettung vor dem sicheren Tod. Jahwe verdeutlichte ihnen den Plan indem er einige Tiere vor ihren Augen tötete und Adam und Eva die Felle der Tiere zur Kleidung gab. Niemals zuvor wurde das Leben von Geschöpfen auf der Erde gewaltsam beendet. Die ersten Menschen verstanden in dieser Handlung Jahwes das die BlĂ¶ĂŸe ihrer Schuld nur durch den Tod von Unschuldigen bedeckt werden konnte.

Die Menschen wurden aus dem Garten verwiesen damit sie nicht weiter Zugang zu der Quelle des ewigen Lebens haben. Sie wĂŒrden den Tod wie die Tiere erfahren wenn ihre Lebensspanne beendet war. Eva musste die Kinder die sie zeugten in ihrem Körper tragen und unter Schmerzen gebĂ€ren. Sie muss sich weiterhin Adam unterordnen und ihm folgen. Adam wĂŒrde von nun an fĂŒr ihre Lebensnotwendigkeiten hart arbeiten mĂŒssen. Sie wĂŒrden erfahren das nur in Gottes NĂ€he und seinen Ordnungen das Heil ist.

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2 Ausgeschlossen

Jahwe stellte einen Engel als WÀchter vor den Eingang des Gartens den Adam und Eva nun nicht mehr betreten durften. Sie gehörten nicht mehr zur himmlischen Gemeinschaft. Es bedurfte eines WÀchters weil ihnen nicht mehr zu trauen war.

2.1 Änderungen

Alles hatte sich geĂ€ndert. Sie selbst hatten viele ihrer körperlichen Möglichkeiten verloren. Was im Garten Freude machte bereitete nun MĂŒhsal oder war gar nicht mehr zu bewĂ€ltigen.

2.1.1 Allein

Die himmlischen Wesen hielten sich fern von den Menschen. Zu unverstÀndlich war ihnen das Verhalten von Adam und Eva. Sogar der Satan hatte jetzt kein Interesse mehr an ihnen. Sein erstes Ziel mit den Menschen war erreicht.

2.1.1.1 Verraten

Eva zeigte sich an allen weiteren VorgĂ€ngen unbeteiligt. Adam wollte mit ihr ĂŒber die Möglichkeit zur Rettung sprechen die Jahwe verheissen hatte aber sie hatte sich nur wortlos abgewandt. Seidem versuchte Adam nicht mehr mit ihr zu reden. Doch war ihm anzumerken wie sehr er seinen Verrat bereute.

Sie war sich bewußt das alle jetzt sie fĂŒr schuldig erklĂ€rten. Jeder Blick und jedes Wort Adams schienen ihr eine Anklage zu sein. Und doch mußte sie so handeln wie sie es getan hatte! Gewiß, sie wĂŒrde nie mehr so auf andere vertrauen; Sich so vorfĂŒhren lassen. Wenn sie dafĂŒr jetzt sterben sollte dann lieber heute als morgen!

Eva wĂ€re lieber allein gewesen um einfach auf das Ende zu warten. Doch die zuvor so vertraute Schöpfung erschien ihr auf einmal feindlich und drohend. Es wurde nachts kalt und der Morgentau durchnĂ€ĂŸte sie so das sie trotz ihrer Felle als Bekleidung froren. Adam hatte deshalb eine SchutzhĂŒtte mit einem BlĂ€tterdach gebaut. Irgendwie war er auf die Idee gekommen ein Feuer in der HĂŒtte zu machen. Daran konnten sie sich jetzt nachts wĂ€rmen. Eva blieb so lieber bei Adam der ihr doch noch vertraut war und fĂŒr sie sorgte. Er hatte versucht mit ihr ĂŒber die Hoffnung zu reden die er sich aufgrund der Worte Jahwes machte aber sie konnte in ihrem Schmerz keine Hoffnung empfinden.

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2.1.1.2 In der Pflicht

Adam warf sich selbst immer wieder vor wie er es hatte soweit kommen lassen. Er hĂ€tte unbedingt jeden Kontakt zwischen Eva und der Schlange unterbinden mĂŒssen. Jetzt konnte er doch sehen wie schutz- und hilfsbedĂŒrftig seine Frau war. Das wĂŒrde niemals wieder geschehen. Er wĂŒrde fĂŒr Eva da sein bis der von Jahwe verheissene Retter kam.

Das Leben war sehr viel schwieriger geworden als zuvor. Sie brauchten Kleidung die verschliss, Nahrung die verdarb und zubereitet werden musste, eine Wohnung die zerfiel und sie ermĂŒdeten bei ihren Verrichtungen. Eva wollte ihre WohnstĂ€tte möglichst wenig verlassen, deshalb erledigte sie die Aufgaben wie Essenszubereitung, Kleidungsanfertigung und Sauberkeit die in der HĂŒtte getan werden konnten. Adam hĂ€tte gerne alles getan aber er war dazu einfach nicht in der Lage. Es schien auch das Eva so wieder mehr von ihrer Umgebung wahrnahm und sich manchmal sogar ĂŒber eine Verbesserung ihrer LebensumstĂ€nde freuen konnte.

Jetzt war es sehr nĂŒtzlich fĂŒr sie die Schöpfung so intensiv studiert zu haben. Vieles was sie ĂŒber die Naturgesetze, die Tiere und die Pflanzen wußten konnten sie zur Erleichterung ihres Lebens verwenden. Vieles mußten sie aber auch oft erst schmerzlich lernen. Sie entdeckten schnell wie nĂŒtzlich und notwendig Wasser in ihrem neuen Leben ist. Ihren Körper reinigen zu mĂŒssen war zum Wohlbefinden notwendig. Manche FrĂŒchte waren erst genießbar nachdem sie gekocht wurden. Kleidung und Eßgeschirr mussten nach Gebrauch gereinigt werden. Adam hatte gelernt Geschirr, Waschtrog und Wasserleitungen aus Holz herzustellen. Zu Beginn verwendete er dazu Werkzeuge aus verschiedenem Stein und Holz. SpĂ€ter lernte er Metalle aus Erzen zu gewinnen. Die chemischen und physikalischen Kenntnisse dazu hatte er sich schon in den glĂŒcklichen Jahren angeeignet. Eva lernte Lebensmittel gesundheitserhaltend und stĂ€rkend zuzubereiten und zu konservieren sowie Kleidung aus Pflanzenfasern herzustellen. Da sie fĂŒr die Hausarbeiten zustĂ€ndig war oblagen ihr auch Hygiene und Ordnung im Haus das Adam inzwischen anstatt der HĂŒtte konstruiert hatte. Evas Wissen ĂŒber die Biologie, auch der Kleinstlebewesen, gaben ihr dazu den notwendigen Ausgangspunkt. Jeder Tag war so mit schweren und mit erfreulichen TĂ€tigkeiten angefĂŒllt. Die gemeinsamen Aufgaben und die gegenseitige AbhĂ€ngigkeit verdrĂ€ngten die traurigen Erlebnisse immer öfter. Über die tĂ€glichen Dinge konnten sie auch wieder miteinander reden. Doch war beiden der tiefe Spalt zwischen ihnen immer bewußt.

An einem Tag kam Adam stark hinkend mit einer tiefen Wunde am linken Bein zum Haus zurĂŒck. Er rief Eva mit Panik in der zitternden Stimme: "Eva komm bitte schnell und hilf mir." Als Eva sofort zu ihm eilte und das Blut aus der Wunde fließen sah erschrak sie bis in ihr Herz. Es sah aus wie bei den Tieren die Jahwe fĂŒr ihre erste Kleidung getötet hatte. "Was ist geschehen? Mußt du jetzt sterben fĂŒr unsere Übertretung?" rief sie entsetzt und klammerte sich sogleich an Adams Arm. Der antwortete mit beruhigender aber doch schmerzerfĂŒllter Stimme: "Nein, ich war einen Moment unachtsam und da traf mich die eigene Axt beim FĂ€llen eines Baumes fĂŒr unseren Stauwall. Weißt du was wir tun können? Es schmerzt sehr und ich kann fast nicht mehr stehen." Eva war sofort klar was sie tun mußte: Sie half Adam auf die Sitzbank vor dem Haus, wies ihn an seine Hand fest auf die blutende Wunde zu halten um den Blutfluß zu stoppen, holte einige desinfizierende BlĂ€tter, weiche Pflanzenfasern und stabile, flache BlĂ€tter aus ihrem Vorrat. Damit machte sie einen festen Verband um Adams Bein. Davon schien er kaum noch etwas zu spĂŒren. Eva legte eine weiche StĂŒtze unter seinen Kopf und setzte sich auf einen der StĂŒhle direkt neben ihren Mann. Sie wußte das er sehr viel Blut verloren haben mußte und deshalb so schwach war. Was in seinem Körper vorging konnte sie sich sehr gut vorstellen. Deshalb wollte sie ihm jetzt erst einmal Ruhe verschaffen und dann besonders stĂ€rkendes Essen in flĂŒssiger Form geben. Adam war offensichtlich eingeschlafen. Kalter Schweiß begann seine Stirn zu bedecken. Eva holte sogleich warme Decken aus dem Haus um ihn warm zu halten. "Ist es möglich das er jetzt stirbt?" waren ihre verzweifelten Gedanken. "Werde ich hier allein zurĂŒckbleiben?"

Hier draußen durfte Adam nicht liegen bleiben. Es wurde bald Abend und die KĂŒhle der Nacht konnte dem Verletzten nur schaden. Eva lief schnell ins Haus und bereitete Adams Lager vor. Dann trug sie ihren Mann auf seine Schlafstelle und deckte ihn wieder zu. Es war schwer und anstrengend fĂŒr sie doch auch ihr Körper hatte noch viel seiner Kraft aus der frĂŒheren Zeit bewahrt. Sie bereitete schnell eine BrĂŒhe aus kraftspendenden Pflanzen und setzte sich damit wieder zu Adam. Er war noch immer nicht bei Bewußtsein und reagierte nicht auf ihre Ansprache. Wenn der FlĂŒssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wurde wĂŒrden seine Organe nicht mehr arbeiten können. Eva mußte erreichen das er die BrĂŒhe zu sich nahm. Durch intensives Zureden versuchte sie Adam zu wecken aber er reagierte kaum auf sie. Seine Stirn fĂŒhlte sich immer kĂ€lter an. Gelegentlich lief ein Zittern durch seinen mĂ€chtigen Körper. Seine Haut war fahl wie die Asche eines ausgebrannten Feuers. So wĂŒrde Adam den Morgen nicht mehr erleben. Daran zweifelte sie nicht. Eva spĂŒrte wie ihre Augen sich mit TrĂ€nen fĂŒllten. Der erste Mensch auf dieser Erde weinte.

Wieder wußte Eva genau was jetzt zu tun war: Sie hatten seit dem Verweis aus dem Garten nicht wieder mit Jahwe gesprochen. Eva wußte das sie jetzt nur dort Hilfe finden konnte. Also ging sie ohne zu zögern durch die Dunkelheit der Nacht zum Eingang des Gartens vor dem ein bewaffneter Engel ihr den Eintritt verwehrte. "Ich muß mit dem Vater sprechen!" flehte sie. "Ich höre dich meine Tochter und weiß um dein Leid. Dein Mann wartet in eurem Hause auf dich. Er wird nicht sterben. Aus euch wird der Retter geboren werden." Eva hatte Jahwe gegenĂŒber eine Scheu die sie zuvor niemals gekannt hatte. Sie spĂŒrte das sie nun einer anderen Welt angehörte. Die Gegenwart der himmlischen Wesen wirkte einschĂŒchternd auf sie. Doch sie vertraute auf Jahwes Versprechen und lief so schnell sie konnte nach Hause. Dort erwartete Adam sie tatsĂ€chlich. Er war sehr aufgeregt und hatte sich offensichtlich gerade bereit gemacht das Haus zu verlassen: "Eva, ich bin erwacht und du warst nicht zu finden. Ich habe dich grufen aber du gabst keine Antwort. Wo warst du nur?" Er sank nach diesen Worten erschöpft auf sein Lager zurĂŒck. Lies sie aber nicht aus den Augen. "Ich habe den Vater um Hilfe gebeten. Er hat mir gesagt das du hier auf mich wartest. Hier diese BrĂŒhe habe ich fĂŒr dich zubereitet. Du mußt das essen damit neues Blut in deinen Adern gebildet werden kann. Dann wird es dir wieder besser gehen." Damit flĂ¶ĂŸte sie ihm die Nahrung ein. Adam schlief daraufhin gleich wieder ohne weitere Regung. Der Verband hatte sich gelockert und etwas frisches Blut war ausgetreten als Adam aufgestanden war und das Bein belastet hatte. Nachdem Eva den Verband löste trat kein neues Blut aus. Adam war wie ohne Bewußtsein und spĂŒrte anscheinend nichts. So konnte Eva die Wunde jetzt erst einmal mit einem desinfizierenden Pflanzensud reinigen und dann wieder neu verbinden. Der kalte Schweiß auf Adams Stirn war verschwunden und seine Hautfarbe deutlich gesĂŒnder wenn auch noch immer sehr blaß. Erschöpft legte Eva sich neben Adams Lager zum Schlafen um sofort fĂŒr ihn da sein zu können wenn er Hilfe brauchte.

Es dauerte einige Tage bis die Wunde sicher zugeheilt war. Der Heilungsprozess wurde von Eva mit Pflanzen unterstĂŒtzt deren Wirkung sie gut studiert hatte und verstand. Adam war bald wieder in der Lage sich so gut wie vor dem Unfall zu bewegen. Nur eine Narbe erinnerte ihn noch an seine Unachtsamkeit. Er hatte sich vorgenommen nicht noch einmal ihre Existenz so zu gefĂ€hrden. Die Angst Evas allein zurĂŒckzubleiben hatte ihn tief bewegt und an seine besondere Verantwortung fĂŒr sie beide und ihren Nachkommen den Retter erinnert.

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2.1.1.3 Die Tierwelt

Seitdem Adam und Eva regelmĂ€ĂŸig nachts schlafen mussten, wie sie es zuvor bei den Tieren beobachtet hatten, trĂ€umten sie auch. Der Inhalt ihrer TrĂ€ume war meist beunruhigend und schwer verstĂ€ndlich fĂŒr sie. Eva wollte darĂŒber nie reden. Nach dem Ereignis mit Adams Verletzung sprach Jahwe klar und verstĂ€ndlich im Traum zu Adam: "Du hast gesĂŒndigt an mir und meinen Ordnungen. Wie du von mir erfahren hast wird unschuldiges Blut dich von deiner Schuld befreien. Im Gedenken daran sollen du und deine Nachkommen mir ein tĂ€gliches Abendopfer durch das Blut eines reinen unschuldigen Tieres bringen. So wie du mich hast tun sehen." Als Adam erwachte stand er auf und nahm eine kleine Ziege von den Tieren die Eva an die NĂ€he des Hauses gewöhnt hatte um Milch und Ziegenhaar von ihnen zu gewinnen. Mit dem Tier ging Adam zu einer Waldlichtung, etwa eine halbe Stunde Fußweg vom Haus entfernt, die er gut kannte und baute dort aus Steinen einen Altar. Die kleine Ziege band er dort so an das sie die BlĂ€tter von den umliegenden Pflanzen fressen konnte. Dann kehrte Adam zu ihrem Haus zurĂŒck um mit Eva zu frĂŒhstĂŒcken.

WĂ€hrend der Mahlzeit fiel Eva auf wie nachdenklich ihr Mann wirkte. Deshalb fragte sie: "Was beschĂ€ftigt dich? Du hast heute morgen noch kaum ein Wort gesagt." Adam war die Antwort sichtlich schwer: "Jahwe hat heute nacht im Traum zu mir gesprochen." Eva zeigte sofort ein verschlossenes Gesicht und machte sich an den Lebensmitteln fĂŒr den Tag zu schaffen. Aber Adam wollte jetzt mit Eva ĂŒber seinen Traum reden: "Er hat von mir verlangt tĂ€glich zum Abend ein unschuldiges Tier zu opfern!" "Zu opfern? Du meinst zu töten wie er es getan hat um uns die Felle zu geben? Aber wir haben doch jetzt gute Kleidung aus den Pflanzenfasern und Ziegenhaaren. Die Tiere vertrauen uns. Ich will nicht das du jeden Tag ein Tier tötest. Wozu sollte das gut sein?" "Jahwe hat es uns doch erklĂ€rt. Es ist möglich das wir von unserer Schuld freikommen. Das wir nicht den ewigen Tod sterben mĂŒssen. Das wir wieder Teil der Gemeinschaft werden." "Weißt du nicht mehr welchen schrecklichen Ausdruck das Tier in seinen Augen hatte als Jahwe es tötete? Das will ich nie mehr sehen. Das ist zu grausam." "Eva wir mĂŒssen den Weisungen des Schöpfers folgen! Er ist nicht grausam. Das Opfer soll uns an unsere Schuld erinnern." "Ich denke doch an nichts anderes!" brach es aus ihr heraus "Wenn ich nicht wĂ€re wĂŒrdest du noch im Garten leben. Geh du zu ihm. Vieleicht wird er dir vergeben wenn du dich von mir trennst." Adam nahm sie schnell in seine Arme auch wenn sie sich anfĂ€nglich dagegen wehrte. Er sah wie sie weinte: "Deine Schuld ist nicht grĂ¶ĂŸer als das was ich getan habe. Wir beide haben den der uns nur Gutes gegeben hat zutiefst enttĂ€uscht. Er hat sich aber nicht von uns abgewandt. Jesus, sein eigener Sohn, will unsere Schuld tragen damit wir wieder frei sind. Das ist fĂŒr den himmlischen Vater und den Sohn eine tödliche Gefahr. Daran wird uns die Todesangst der Opfertiere erinnern."

Eva spĂŒrte das Adam hier nicht seine eigenen Überlegungen aussprach sondern es war als ob Jahwe durch ihren Mann reden wĂŒrde. Sie wagte deshalb nicht mehr noch etwas dazu zu sagen. Es gab auch nichts mehr was sie hĂ€tte einwenden können. Dennoch war ihr die Vorstellung der tĂ€glichen Opferung in ihrem Innersten zuwieder.

Es war Zeit ihrer tĂ€glichen Arbeit nachzugehen. Adam wußte auch nicht was er seiner Frau noch erklĂ€ren sollte. Wie sollte er reagieren wenn sie weiterhin ihrem Schöpfer mißtraute? Der AllmĂ€chtige wĂŒrde nicht unendlich Geduld haben. Mir ihrem Verweis aus dem Garten hatte Adam gesehen das der Herr keine Gnade kannte wenn ein Geschöpf ihm widerstand. Beide sprachen wĂ€hrend des Tages nicht mehr darĂŒber. Doch der der Abend war eine bange Erwartung fĂŒr sie.

Die Tiere waren weiterhin sehr zutraulich zu den Menschen. Adam und Eva fĂŒhlten sich mit ihnen genauso verbunden wie zuvor im Garten. Eva war

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2.1.1.4 Der Sabbat

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3 Die Nachkommen
3.1 Erfahrungen
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4 Ein langes Leben
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